Das Goll-Haus

Historischer Hintergrund des Aufbaus

Dieses Haus, das auch Maison à la Bourse genannt wird, wird im 13. Jahrhundert als Eigentum der Morimonts und im 14. Jahrhundert als Eigentum der Familie Bittel erwähnt, bevor es von Jean Goll erworben und 1542 restauriert wird.

Es wurde für den Handel erbaut und weist im Erdgeschoss drei Rundbogenarkaden auf, von denen sich eine zu einem Korridor öffnet, der zum Fuß des Wendeltreppentürmchens führt, das die beiden Wohngeschosse bedient.

 

Der Erker

Der Erker ist bemerkenswert und entspricht der erkerartigen Konstruktion der Fassade. Jedes dieser Stockwerke besitzt ein dreifaches Fenster, das durch zwei steinerne Sprossen geteilt wird. Vier Strebepfeiler, die in einem Dekor aus Akanthusblättern enden, stützen ihn.
Drei weitere Strebepfeiler mit minimalistischen Verzierungen tragen den steinernen Balkon, dessen schmiedeeisernes Geländer Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts angefertigt wurde.
Die Trompe-l'œil-Dekoration ist zeitgenössischer. Wie bei Renaissancegebäuden werden in den Medaillons die großen Humanisten der Stadt gepriesen, die durch eine lateinische Inschrift gekennzeichnet sind. Martin Bucer, Erasmus, Beatus Rhenanus und Jacques Wimpheling sind unter anderem vertreten.

Eckdaten

13. Jahrhundert

schriftliche Ersterwähnung

1542

Wiederaufbau des Hauses

1931

Eintragung als historisches Monument